Donnerstag, 17. November 2016

Einwohnerantrag der Initiative für den Kiezerhalt - HIER ZU FINDEN

Als Initiative für den Kiezerhalt im Gebiet Blücherstr./Schleiermacherstr. sind wir aktiv gegen die Kiezzerstörung durch maßlose Verdichtung in unserem Umfeld.

Die überproportionalen Baupläne der Blücher 26 Housing GmbH, die aktiv vom Bezirksamt und den Grünen in Friedrichshain-Kreuzberg unterstützt werden, sind noch immer nicht vom Tisch. Eine wirksame Bürgerbeteiligung wird uns verweigert, obwohl von zwei BVV-Beschlüssen gefordert.

Unser Einwohnerantrag wird von den Fraktionen der Piraten, der SPD, der CDU und der Linken unterstützt. 
Wir freuen uns über jede neue Unterschrift. 

Unterschreiben können alle in Friedrichshain-Kreuzberg gemeldeten Menschen, 
die das 16. Lebensjahr vollendet haben. 
Wir müssen mind. 1000 GÜLTIGE Unterschriften sammeln.
Wenn genügend Unterschriften zusammenkommen, muss die BVV über unsere Forderungen entscheiden.

Das sind unsere Forderungen:

Baum und Grünflächenerhalt in der Schleiermacher/Blücherstr.


• Erhalt des Spielplatzes am jetzigen Ort, in seiner Qualität (Baumbestand! Grüne Oase!) und Größe

• maximaler Erhalt des Walter-Rossow-Gartens für die Bewohner_innen der Blücherstr. 26/26a sowie als grüne Lunge für den Kiez

• Eine baum- und klimaschützende, kiezangemessene Bebauung (GFZ bis gesamt max. 1,5 und GRZ max. 0,3 (laut geltendem Baunutzungsplan))

• Beteiligung der Bürger_innen und am Planungs- und Gestaltungsprozess

• Instandsetzungs-/Sanierungsmaßnahmen für den Ernst-May-Bau und Ensembleschutz

 

Unterschriftenlisten verschicken wir gerne. Bitte anfordern unter:
kiezerhaltung@gmail.com


HIER LIEGEN DIE LISTEN AUS:


1. Beumer+Lutum/Südstern/ Bäcker

2. LPG/ Mehringdamm

3. Biocompany/Bergmannstr.

4. Backart/ Dieffenbachstr.

5. Kotti/ Skalitzer Str. / Biocompany

6. Schlesisches Tor/ Oppelheimer/ Biocomany

7. Soluna/ Bäcker

8. Heiligkreuzkirche/ Café

9. Silence-Jademassage, Gneisenaustr 81

10. Zeitungsladen in der Blücherstr. neben dem Bäcker

11. Baerwald-Apotheke in der Blücherstr.

12. Anzutreffen sind wir oft auf dem Spielplatz Schleiermacherstr. (samstags, 10 - 12.00 Uhr).

- Weinkeller Urbanstr.

- Rasselfisch Schleiermacherstr.

- Biocompany Reichenbergerstr.

- Kafka-Bäcker Ecke Blücher/Urbanstr.

- Blumen Heidi, Urbanstr.

- Apotheke Baerwaldstr.

- Zeitungsladen in der Blücher neben dem Bäcker

- Dr. Schmidt in der Blücher



-Copyladen Wrangelstr.
- Nachbarschaftshaus Urbanstr.



 



Einwohnerantrag der Initiative für den Kiezerhalt - HIER ZU FINDEN

Als Initiative für den Kiezerhalt im Gebiet Blücherstr./Schleiermacherstr. sind wir aktiv gegen die Kiezzerstörung durch maßlose Verdichtung in unserem Umfeld.

Die überproportionalen Baupläne der Blücher 26 Housing GmbH, die aktiv vom Bezirksamt und den Grünen in Friedrichshain-Kreuzberg unterstützt werden, sind noch immer nicht vom Tisch. Eine wirksame Bürgerbeteiligung wird uns verweigert, obwohl von zwei BVV-Beschlüssen gefordert.

Unser Einwohnerantrag wird von den Fraktionen der Piraten, der SPD, der CDU und der Linken unterstützt. 
Wir freuen uns über jede neue Unterschrift. 

Unterschreiben können alle in Friedrichshain-Kreuzberg gemeldeten Menschen, 
die das 16. Lebensjahr vollendet haben. 
Wir müssen mind. 1000 GÜLTIGE Unterschriften sammeln.
Wenn genügend Unterschriften zusammenkommen, muss die BVV über unsere Forderungen entscheiden.

Das sind unsere Forderungen:

Baum und Grünflächenerhalt in der Schleiermacher/Blücherstr.


• Erhalt des Spielplatzes am jetzigen Ort, in seiner Qualität (Baumbestand! Grüne Oase!) und Größe

• maximaler Erhalt des Walter-Rossow-Gartens für die Bewohner_innen der Blücherstr. 26/26a sowie als grüne Lunge für den Kiez

• Eine baum- und klimaschützende, kiezangemessene Bebauung (GFZ bis gesamt max. 1,5 und GRZ max. 0,3 (laut geltendem Baunutzungsplan))

• Beteiligung der Bürger_innen und am Planungs- und Gestaltungsprozess

• Instandsetzungs-/Sanierungsmaßnahmen für den Ernst-May-Bau und Ensembleschutz

 

Unterschriftenlisten verschicken wir gerne. Bitte anfordern unter:
kiezerhaltung@gmail.com


HIER LIEGEN DIE LISTEN AUS:


1. Beumer+Lutum/Südstern/ Bäcker

2. LPG/ Mehringdamm

3. Biocompany/Bergmannstr.

4. Backart/ Dieffenbachstr.

5. Kotti/ Skalitzer Str. / Biocompany

6. Schlesisches Tor/ Oppelheimer/ Biocomany

7. Soluna/ Bäcker

8. Heiligkreuzkirche/ Café

9. Silence-Jademassage, Gneisenaustr 81

10. Zeitungsladen in der Blücherstr. neben dem Bäcker

11. Baerwald-Apotheke in der Blücherstr.

12. Anzutreffen sind wir oft auf dem Spielplatz Schleiermacherstr. (samstags, 10 - 12.00 Uhr).

- Weinkeller Urbanstr.

- Rasselfisch Schleiermacherstr.

- Biocompany Reichenbergerstr.

- Kafka-Bäcker Ecke Blücher/Urbanstr.

- Blumen Heidi, Urbanstr.

- Apotheke Baerwaldstr.

- Zeitungsladen in der Blücher neben dem Bäcker

- Dr. Schmidt in der Blücher



 



Dienstag, 15. November 2016

Tagesspiegel berichtet


Anwohner und BVV gegen Großprojekt in Kreuzberg


Link zum Tagesspiegelartikel

Rot-Grün Charlottenburg: B-Plan VOR der Erteilung von Befreiungen

Noch gibt es in Friedrichhain-Kreuzberg keine Ergebnisse bezüglich der Zusammenarbeit der Parteien.
Wir sind gespannt, ob sich in der Stadtentwicklungspolitik in unserem Bezirk was tut.
Liesst man die Absichten in der

Rot-GrüneZählgemeinschaftsvereinbarung Charlottenbug-Willmersdorf

wird klar, dass hinsichtlich moderner Stadtentwicklungspolitik ein großer Nachholbedarf besteht.
Die Forderungen lesen sich, als wären sie von uns abgeschrieben, was sie natürlich nicht sind.

Bei Umsetzung dieser Grundsätze würde es das Bauprojekt Blücherstr. 26 in dieser maßlosen Form nicht geben.

Ein paar Zitate:

"Für die Schaffung von Baurecht hat die Erstellung von Bebauungsplänen bei Bauvorhaben entsprechender Größenordnung in der Regel Vorrang vor der Erteilung von planungsrechtlichen
Befreiungen. Die BVV wird so rechtzeitig wie möglich über Befreiungen vom geltenden Planungsrecht informiert." S. 8




"Die rot-grüne Zählgemeinschaft erarbeitet gemeinsam einen Kriterienkatalog für städtebauliche Verträge im Rahmen von B-Plan-Festsetzungen und Befreiungen, der sowohl soziale
Aspekte (Anteil bezahlbarer Wohnraum, soziale Infrastruktur) enthält, als auch ausreichend ökologische Aspekte und kompensatorische Grünmaßnahmen." S. 8


"Bezahlbares Wohnen soll im Bestand soweit wie möglich gesichert und bei Neubau zusätzlich geschaffen werden. Dabei sollen städtische Verdichtung und die Entwicklung und Gestaltung von Freiräumen möglichst im Gleichgewicht erfolgen. Zusätzliche Versiegelungen sollen durch kompensatorische Grünmaßnahmen ausgeglichen werden." S 7



"
Für den Bezirk werden verbindliche Verfahren für die Bürgerbeteiligung erarbeitet. Als erster Schritt soll zur elektronischen Bürgerinformation eine ‚Vorhabenliste‘ für alle öffentlichen Bauvorhaben, Bauvorhaben mit mehr als 50 Wohneinheiten und für Projekte von übergeordneter städtebaulicher Bedeutung im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten stufenweise aufgebaut werden.
Darüber hinaus soll eine Arbeitsgemeinschaft unter Teilnahme von repräsentativ ausgewählten Bürger*innen, Bezirksverordneten und Verwaltung eingerichtet werden mit dem Ziel, bezirkliche
Leitlinien für Beteiligungsverfahren zu erarbeiten."




Uns zu konkreten Projekten:
"Der Gerhart-Hauptmann-Park bleibt als qualifizierte Grün- und Naherholungsfläche erhalten. Die Erweiterung des Parks mit der Umsetzung des aktuell von der Bürgerinitiative initiierten
Planungskonzepts anstelle der Parkpalette mit einem Ersatzbau für das Spiegelzelt wird weiter unterstützt." S 9


"Bei der Umsetzung des städtebaulichen Vertrages ist insbesondere darauf zu achten, dass sowohl der vom Werkbund vorgesehene 30%ige Anteil von bezahlbarem Wohnraum gemäß des Berliner
Modells der kooperativen Baulandentwicklung umgesetzt wird, als auch ökologische Aspekte eingefordert werden, die z.B. zum örtlichen Zukunftsprojekt „Nachhaltige Mierendorffinsel“ passen."

S 10


 
 


Sonntag, 13. November 2016

Abendschaubeitrag zum Park des Seniorenheimes Haus Leonore


- Bürgerinitiative kämpft um einen Park

Die Bäume im kleinen Park des Seniorenheims Haus Leonore sind schon über 100 Jahre alt. Doch vielleicht müssen sie bald weg, denn in der Lankwitzer Leonorenstraße soll ein neues Zuhause für Flüchtlinge entstehen.

Eine Bürgerinitiative hat sich zur Rettung des Parks gegründet. Unterstützung von einem prominenten Steglitzer gibt es auch schon: Dieter Hallervorden ist mit an Bord. Die Bürgerinitiative protestiere nicht gegen die künftigen Nachbarn, heißt es. Dafür schlägt sie vor, die Bauten mehr am Rande des Geländes zu errichten, so dass möglichst wenige Bäume dran glauben müssen. Doch der Besitzer des Gartens, der landeseigene Krankenhausbetreiber Vivantes, winkt ab.
Ein Beitrag von Susanne Papawassiliu

Abendschau Video 

Donnerstag, 10. November 2016

Wir beim Stadtpolitischen Hearing - Aufruf und Ergebnisse

Nächster Termin des Stadtpolitischen Hearings ist am 05. 12. 2016, 19.00 Uhr im Nachbarschaftszentrum Wrangelkiez. 

Weitere Informationen und Dokumentation 


Artikel im Mieterecho 

Impressionen vom Stadtpolitischen Hearing


Bericht von der Veranstaltung

Pressemappe mit den Beiträgen 

Initiative für den Kiezerhalt auf S. 20 der Pressemappe:
Kiezerhalt 

 %ieterprotest





Beitrag der Initiative für den Kiezerhalt für das Hearing:
Das Problem: (verkürzt!)
Ein Nachverdichtungsprojekt in der Blücherstr. 26/ Ecke Schleiermacherstraße, auf dem Gelände des Ernst-May/ Walter Rossow-Ensembles, das

- die rechtlichen Vorgaben Baunutzungsplan um 70% übersteigen soll und 13m Bautiefe missachtet
- eine Übertragung öffentlichen Grunds an den Bauherrn vorsieht, wodurch Gartenland zu Bauland werden könnte; der Wert des Grundstückes für den Eigentümer entsprechend steigen würde
- was erst die Voraussetzung dafür schaffen würde, dass eine Garten -und Parkanlage eines der bedeutendsten Landschaftsarchitekten der BRD, des ökologischen Vordenkers Walter Rossow, fast vollständig überbaut werden könnte (ist kein Bauland, da nicht an Verkehrsfläche gelegen)
- wodurch gleichzeitig die ca. 200 Bestandsbewohner_innen mit Kleinstwohnflächen (28 m2 und darunter) ihrer (dieses ausgleichende) Freiflächen größtenteils verlustig gehen.
- Erst Tage nach der bereits vorläufigen Bestätigung des Bauvorbescheids (9 Monte nach Einreichung) war die erste öfftl. Informationsveranstaltung, fünf Tage später wurde beschieden.
- Mehrere der offiziellen Informationen dort zur (bau-)rechtlichen Situation waren grob falsch.
- Der Stadtentwicklungsausschuss wurde sowohl was die Garten - und Parkanlage von Walter Rossow im Zusammenhang des Ernst-May-Ensembles, als auch was die rechtlichen Grundlagen angeht, ca. 9 Monate, nachdem die Bauvoranfrage eingereicht worden war, falsch informiert.
- Ein BVV-Beschluss zur Reduzierung der Planungen, zum Erhalt des Spielplatzes und Einrichtung einer Bürgerbeteiligung wird vom Baustadtrat ignoriert. Ein 2., bekräftigender, ebenfalls.

Die Forderungen:
- unabhängige Schiedsstellen, denen man solche Vorgänge anzeigen kann, mit Sanktionsmöglichkeiten
- grundsätzliche Anwohner_innenbeteiligung bei Bauvorhaben rechtzeitig VOR der Erteilung von Bauvorbescheiden
- verpflichtende Umweltprüfung und zwar VORAB, gerade auch bei Gültigkeit des Baunutzungsplanes von 58/60! Klimawandel!! Sustainable Cities!
- verpflichtend Werden der Richtlinien des Umweltatlasses Senat Berlin (und vergleichbarer Verlautbarungen) und fortlaufende Aktualisierung und Bekanntmachung in den jeweiligen Kiezen
- Verpflichtung zum Herstellen von Umweltgerechtigkeit und zum Klimaschutz
- für Jede/n niedrigschwellig zugängliche Informationen zu den baurechtlichen Grundlagen jedweden Bauprojekts
- Einrichtung von kostenfreien Beratungsstellen zur Rechtsauskunft (Baurecht, Umweltrecht, etc.)
- Verpflichtung der Bezirke, partizipatorisch, eine jeweils kiezbezogene GESAMTplanung für eine nachhaltige Stadtentwicklung für die nächsten 20 Jahre zu erstellen - die fortlaufend angepasst wird - einschließlich aller Maßnahmen zum Klimaschutz, zur Bereitstellung/ Einplanung öffentlicher Flächen (Grünflächen, Spiel- und Bolzplätze, Verkehrsflächen, etc.), öffentlicher Infrastruktur (Schulen, Bäder, außerschulische Kultur- und Bildungsreinrichtungen), etc. 
- Implementierung genuiner Bürgerbeteiligung: transparent, wirksam, fair, Anwendung der Erkenntnisse des Handbuchs für Partizipation, Bekanntmachung, Workshops für Verwaltung und Bürger_innen (Multiplikator_innen) dazu
- Bereitstellung von RAUM, sprich Versammlungsorten für Kiezinitiativen, die sich in die Gestaltung ihres Lebensumfeldes einbringen wollen.
- Einrichtung von Schnittstellen zwischen Stadtakteuren und Verwaltung/ Politik
- Trennung von Bauamt und Natur- und Umweltamt

Mittwoch, 9. November 2016

Wir sind jetzt auch bei Facebook

 Gute Freunde gesucht!

Neu: Link zu unserer Facebookseite

 

Antwort des derzeitigen Baustadtrates Panhoff auf unsere Anfrage an Frau Herrmann

Wir dokumentieren hier die Antwort des Baustadtrates Herrn Panhoff auf unsere Anfrage an Frau Herrmann.
Schreiben an Frau Herrmann
Ein Paradebeispiel für die bürgerfreundliche Umgangsweise von Herrn Panhoff, der sich übrigens wieder auf das Amt beworben hat.
Die Kommentare in rot sind von Herrn Panhoff. Die Kommentare in blau von uns.




Von: Kiezerhalt [mailto:wohnenxberg61@web.de] 
Gesendet: Montag, 10. Oktober 2016 16:44
An: Bürgermeisterin
Betreff: Blücherstr. 26


Sehr geehrte Frau Herrmann,
im bisherigen Verfahren haben wir Fragen aufgeworfen, die uns bisher nicht beantwortet wurden.
Insbesondere geht es dabei auch um die gemeinnützige Nutzung der späteren Gebäude, zu der verschiedenste Anwohner_innen Zweifel angemeldet haben.
Für einen Zweifel besteht kein Anlass.
Wie man sehen wird, gibt es auch hier dazu keine Antworten.
Die vorgesehene gemeinnützige Nutzung betrifft nach den bisherigen Darlegungen der Bauherren nur einen Teil der zu schaffenden Wohnfläche, und könnte bis auf die Kita wie anfangs vorgesehen in dem zu sanierenden Altbau untergebracht werden.
Da es sich bei den Eigentümern um zwei soziale Träger handelt, die Gesellschafter der GmbH sind (Jugendwohnen im Kiez und Vita e. V.), die auch auf Nachfrage in der Informationsveranstaltung am 29. 05. 2016 nicht darlegen konnten,
a) wie die vorgesehenen ca. 8.400 m² Nutzfläche, für die keine gemeinnützige Nutzung vorgesehen ist, genutzt werden soll, Dass die Fläche nicht für gemeinnützige Nutzungen erforderlich sind, ist eine Unterstellung ohne Grundlage. Bitte richtig lesen: Hier wird danach gefragt, wie die bisher nicht dargelegte Nutzung einer Fläche von 8.400 m² aussehen soll? Keine Antwort!
b) wie eine Finanzierung des mindestens 30 Millionen € teuren Bauvorhabens durch zwei soziale Träger überhaupt möglich sei, Dass die Finanzierung nicht möglich sein soll, ist ebenfalls eine unbegründete Unterstellung. Das haben die Träger selbst erklärt, dass sie das nicht wüssten. Herr Panhoff war dabei. Wir kritisieren, dass sich der Bezirk damit zufrieden gibt. Und fragen uns:
stellt sich die Frage, ob noch Dritte im Hintergrund sind und was deren Motive sein könnten, und ob die derzeitige Planung verantwortbar geprüft wurde.

Wir wenden uns an Sie als entschiedene Befürworterin des Projektes. 
Als Bürgermeisterin sind Sie aus unserer Sicht allen Bürgern und Bürgerinnen verpflichtet und müssen Schaden vom Bezirk abwenden. Durch die Schaffung von Wohnraum für Gruppen mit besonderen Wohnbedürfnissen und die Kita wird Schaden vom Bezirk abgewandt. Das wird ja gerade in unserem Schreiben in Frage gestellt.
Durch die Vermessung des Geländes ist unsere Vermutung, dass von den Trägern im Hintergrund noch andere Ziele verfolgt werden jetzt noch bestätigt worden. Es war die Rede davon, dass die Daten, um das Grundstück zu teilen ebenfalls erhoben werden. Dies ist unbekannt und auch nicht beabsichtigt. Gibt es dazu eine verbindliche Erklärung der Bauherren? Wir glauben nicht. Denn:
Es liegt u. E. auf der Hand, dass wenn erst einmal Baurecht erteilt wurde, eine erneute Teilung des Grundstücks, möglich würde. Wer aber würde dann für welchen Preis und an wen und wofür einen Teil des Grundstücks verkaufen?
Wie stände das im Einklang mit der Tatsache, dass das Grundstück den Trägern „zugeordnet“ wurde (H. Panhoff) „statt es teuer zu verkaufen“ (Mildner-Spindler)?  Das Grundstück wurde in Direktvergabe an die Träger verkauft, nicht kostenfrei zugeordnet, wie das bei städtischen Wohnungsbaugesellsachaften praktiziert wird. Und mit der Tatsache, dass dafür öffentlicher Grund in Anspruch genommen werden soll? Darauf geht Herr Panhoff lieber nicht ein: Warum wird eine öffentliches Grundstück an einen privaten Nutzer gegeben, damit er das Grundstück noch weiter verdichten kann?
Die Träger brauchen die weiteren Gebäude vielleicht nicht, da man vielleicht nicht sinnvoll und tragfähig den beabsichtigten Umfang an sozialen Nutzungen, zusätzlich zu den Bewohner_innen des Bestandsgebäudes und dem benachbarten House of Life, auf 10.000 m² konzentrieren kann? Diese Aussage entbehrt jeder Begründung. Wir stellen fest, Herr Panhoff hält es für möglich, dass auf später ca. 20.000 m² (Bestandsgebäude, Neubauten und House of Life) die Konzentration von Wohnungen für zu betreuende Menschen, eine Ballung von Problemfällen, stattfinden soll. Wir sind auch für die Schaffung von Wohnungen für betreuungsbedürftige Menschen. Diese Ballung, das wird jeder bestätigen, wäre nicht angemessen. Wir gehen davon aus, dass sich die Träger sozial verantwortlichen gegenüber den zu betreuenden Menschen verhalten und glauben daher, dass hier was hinter dem Berg gehalten werden soll.

Uns ist jetzt auch die Wichtigkeit der Nordspitze des Spielplatzes klar geworden, da diese die Zuwegung für das hintere Grundstück wäre. Keine Anwort.  Sie selber haben in einem der Ausschüsse darauf hingewiesen, dass diese sehr wohl genutzt wird. Von den Kindern, aber v.a. auch von Eltern, Jugendlichen, Obdachlosen, Berufstätigen, etc. als eine der wenigen Möglichkeiten, abseits und geschützt sich im öffentlichen Raum aufzuhalten. Beim Spielplatz gibt es nur flächengleiche Arrondierungssflächen, die Funktionsfähigkeit bleibt voll erhalten. Warum wird das gemacht?
Wäre das Grundstück erst einmal geteilt, hätte die Gentrifizierung im Milieuschutzgebiet kein Hindernis mehr. Und Wohnungen mit bezahlbaren Mieten würden dort wohl kaum entstehen.  Keine Stellungnahme.
Wir wissen nicht, ob Sie davon wissen und das wirklich wollen. Bitte, teilen Sie uns mit ob es Absprachen, städtebauliche Verträge mit den Eigentümern gibt, die das verhindern könnten. Können Sie uns versichern, dass eine Grundstücksteilung ausgeschlossen ist? Hier gibt es nichts mitzuteilen. D. h. es wurden keine Vorkehrungen getroffen, dass hinterher alles ganz anders kommt.

Wir fordern weiterhin einen Bebauungsplan für das Gelände bzw. eine analoge Behandlung der ökologischen und baurechtlichen Belange, einen Erhalt des Gartens in nennenswertem Umfang für die Bewohner_innen der Kleinstwohungen** des Heinrich-Plett-Hauses und als grüne Lunge für den Kiez und eine Bürgerbeteiligung, die den Namen verdient und die von der BVV beschlossen wurde. Das alles wurde nicht geprüft. Für einen B-Plan gibt es kein Erfordernis und wird nicht angestrebt, da Baurecht bereits besteht, wie Ihnen in mehreren Schreiben und bei den Öffentlichkeitsveranstaltungen erläutert wurde. Wir müssen ja nicht alles glauben, was uns "erläutert" wurde. Unser Rechtsanwalt Herr Dr. Sommer sagt, die Planung ist rechtswidrig.
Ebenfalls bauen wir darauf, dass ein Zusammenführen ALLER relevanten Informationen, und ein Umgang mit dem Projekt auf der Grundlage der vielversprechenden Absichten und Grundsätze des Wahlprogramms, schlussendlich zu einem konstruktiven und für alle Seiten tragfähigen Ergebnis führen wird. Fragen zu unseren Wahlkampfbroschüren kann ich nicht beantworten. So schnell wird das Papier von gestern für Herrn Panhoff Makulatur.

Mit freundlichen Grüßen, die Initiative für den Kiezerhalt

Als interessante Zusatzinformation gibt es noch eine Mail vom ExBürgermeister Herrn Dr. Schulz zum anfänglich geplanten Umfang der Baumaßnahmen: Sanierung des Bestandes und behutsame Ergänzung. Mail ExBürgermeister Dr. Schulz

Dienstag, 1. November 2016

Was ist an dem Bauvorhaben maßlos? - Diskussion

Diskussion auf www.nebenan.de

Anfrage von J.B.:
Was ist an dem Bauprojekt maßlos? Es geht um Wohnraum für Menschen die zunehmend aus dem Bezirk verdrängt werden. Und selbst der Spielplatz bleibt erhalten.

Antwort:
Hallo J. B., ich habe mich über die Reaktion gefreut, auch wenn sie kritisch ist. Sonst hat man immer den Eindruck, dass man ins Nirwana postet. Warum ist das Bauprojekt maßlos? Das ist eigentlich die Geschichte von der "Fischerin und ihrem Mann". Zunächst wollten die Investoren, zwei soziale Träger, das Haus sanieren und ein Gebäude vorne hinzubauen. Der Garten sollte unangetastet bleiben. Dies hat uns der EX-Bürgermeister Dr. Schulz in einer Mail mitgeteilt.
Die Mail ist auf unserem Blög veröffentlicht: http://kiezerhalten.blogspot.de/…
Auf dem Blog haben wir uns große Mühe gegeben, die Entwicklungen zu dokumentieren und ich kann hier nicht alles wiedergeben.
Maßlos ist das Bauvorhaben, weil es die nach dem bestehenden Bebauungsplan mögliche Bebauung um 70 % überschreitet. Daher müssen fast alle Bäume im Garten dran glauben. Von den Investoren wird was anderes behauptet, aber wenn man sich die Planung ansieht, kommt man unweigerlich zu dem Schluss. Der Spielplatz bleibt teilweise erhalten, das haben wir bisher erreicht. Die Nordspitze wird abgeschnitten und mit dem Grundstück Blücherstr. vereinigt. Dadurch ergibt sich erst einmal das Baurecht. Wir kritisieren, dass der Bezirk hier nicht mit offenen Karten spielt und glauben auch nicht, dass nur günstiger Wohnraum entsteht. Dazu haben wir ein Schreiben an Frau Herrmann geschickt: http://kiezerhalten.blogspot.de/…
Gegen den Wohnraum für Bedürftige hat von uns keiner was. Den könnte man aber locker in dem Bestandsgebäude unterbringen. Wieso die Neubauten gebraucht werden, wurde nicht erklärt. Wir vermuten, dass das Grundstück geteilt werden soll und nachdem das Baurecht bewilligt wurde, teuer verkauft wird. Sie wisssen schon "die Fischerin".

Das Grüne Bezirksamt steht bedingslos auf der Seite der Eigentümer. Alle Parteien bis auf die Grünen haben inzwischen eingesehen, dass es so nicht geht (Wahlprüfsteine Blog). Die Grünen verstoßen gegen ihre eigenen programmatischen Aussagen (die kennen Sie vielleicht besser als ich) was Verdichtung, Klimaschutz, Gentrifizierung und Bürgerbeteiligung betrifft.
Dagegen machen wir zur Zeit eine Unterschriftensammlung (siehe oben). Falls ich sie überzeugen konnte, wäre es nett, wenn Sie uns unterstützen. Bei der Unterschriftensammlung in der Nachbarschaft treffen wir auf große Unterstützung. Wir hatten schon einmal 600 Unterschriften gesammelt. Nur einzelne halten die "Schaffung von Wohnraum" für so wichtig, dass alle anderen Ziele hinten an stehen müssen.
Aber das kennen wir ja auch vom Tempelhofer Feld. Da sind die Grünen auch gegen eine Bebauung. Man muss anscheinend mit seinen Widersprüchen leben. Viele Grüße Werner


Foto Dagmar Ruth Arnold: Noch ist die Sonnenblume nicht verwelkt!
 

Montag, 31. Oktober 2016

Der mißbilligte Baustadtrat Panhoff will wieder antreten



Am Wochenende erreichte uns die folgende Schreckensnachricht:

"Liebe Freundinnen und Freunde,

am 8.11. soll über die Ressortzuschnitte der grünen Stadträt*innen entschieden werden, am 22.11. sollen dann die Stadträt*innen nominiert werden.
Ich werde mich als Stadtratskandidat zur Wahl stellen und hoffe, meine Arbeit für die Grünen in dieser Funktion fortsetzen zu können. Die wichtigsten Projekte bzw. Erfolge aus meiner bisherigen Tätigkeit habe ich nach verschiedenen Ämtern gegliedert in einer persönlichen Bilanz in Stichworten zusammengestellt (siehe Anlage  - für alle, die noch keine Papierversion haben).

Mit grünen Grüßen

Hans Panhoff"

Das hatten wir nach eine Legislaturperiode mit einer im hohen Maße mißlungenen Amtsführung gefürchtet, aber gehofft, dass die  Einsicht doch  stärker wäre.

Ob die Grünen Herrn Panhoff wieder aufstellen ist noch nicht entschieden. 
Eine Wiederwahl ohne die Unterstützung der Linken und/oder der SPD wird aber kaum möglich sein.
Beide Parteien haben sich vor der Wahl eindeutig positioniert und den Mißbilligungsantrag gegen Herrn Panhoff unterstützt. Daher wäre es kaum nachvollziehbar, wenn sie ihm jetzt zu einer zweiten Amtszeit verhelfen würden. 


In den von uns verschickten Wahlprüfsteinen gab es eindeutige Aussagen:

SPD:

"Wir werden darauf achten, dass bei der Neubildung das Ressort Stadtentwicklung den Grünen entzogen wird. Nach über 30 Jahren zeigen sich in diesem Amt ganz offenkundig Degenerationserscheinungen bei den Grünen. Das Ressort muss von eine/r Stadträtin/rat geführt werden, der BürgerInnen nicht als Gegner begreift."
 
 
Die Linke: 
"Nach den BVV-Wahlen gehen wir davon aus, dass es in der BVV neue Mehrheiten gibt und hoffentlich auch einen neuen Stadtrat für den Bereich Stadtentwicklung."
 
 
Auch die Piraten und die CDU haben deutlich gemacht, dass es mit diesem Stadtrat keine bürgerfreundliche Politik geben kann.

 
In einem offenen Brief haben wir die Mißachtung der BVV kritisiert. Trotz eines eindeutigen BVV-Beschlusses wird das Bauvorhaben von Herrn Panhoff weiter betrieben.
Herr Panhoff, der bereits früher schon deutlich gemacht hatte, dass der Beschluss für ihn nur empfehlenden Charakter habe, hat inzwischen konkretisiert, dass das Projekt „durch“ sei und die ersten Häuser gebaut würden. 


Selbst die Grünen, die sich nicht offen gegen den Stadtrat stellen konnten schreiben:
"Unser Verständnis ist, dass BVV-Beschlüsse durch das Bezirksamt einzuhalten und umzusetzen sind. Als Grüne in der BVV fordern wir dies aktiv von allen Stadträten ein – egal welcher Partei sie angehören. Hierfür greifen wir u.a. auf die uns zur Verfügung stehenden Mittel in der BVV zurück und nutzen entsprechende Frage- und Akteneinsichtsrechte oder beantragen entsprechende Anhörungen in den Fachausschüssen."


Eine bürgerfreundliche Politik, wie sie uns von allen Parteien versprochen wurde, ist mit diesem Stadtrat nicht möglich.